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Die Cannabisagentur

Liebe Leser:innen, in den letzten Jahren hat sich die medizinische Anwendung von Cannabis in Deutschland zunehmend etabliert. Im Zuge dessen mussten von Seiten der Bundesregierung Schritte unternommen werden, um sicherzustellen, dass Patient:innen Zugang zu qualitativ hochwertigem medizinischem Cannabis haben. In diesem Kontext nimmt die so genannte Cannabisagentur eine wichtige Rolle ein. Diese Institution ist verantwortlich für die Regulierung, Überwachung und Koordination der Produktion von medizinischem Cannabis in unserem Land.

Was ist die Cannabisagentur?

Die Cannabisagentur ist eine vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eingerichtete Stelle, die für die Überwachung von medizinischem Cannabis in Deutschland zuständig ist. Sie wurde als Fachgebiet 44 gegründet, um einen strukturierten und kontrollierten Zugang zu medizinischem Cannabis zu gewährleisten. Um ihre Aufgaben zweckgemäß erfüllen zu können, ist sie Pharmazeutischer Unternehmer sowie Großhändler gemäß Arzneimittelgesetzt. Sie muss die deutsche Ernte in Besitz nehmen und dafür sorgen, dass ausschließlich Cannabisblüten in pharmazeutischer Qualität in den Verkehr gebracht werden.

Welche Aufgaben hat die Cannabisagentur?

Zu ihren Aufgaben gehören die Regelung und Kontrolle von Anbau, Ernte, Verarbeitung, Qualitätsprüfung, Lagerung, Verpackung und die Abgabe an Apotheken der medizinischen Cannabisblüten in Deutschland. Sie überwacht die Qualität und Sicherheit der Produkte und sorgt dafür, dass die Standards eingehalten werden. Darüber hinaus ist sie in die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Anbau, Ernte und Verkauf von medizinischem Cannabis involviert. Die Cannabisagentur ist nicht für den Import von Cannabisblüten zuständig und kauft importierte Cannabisblüten weder auf noch vertreibt sie diese.

Baut die Cannabisagentur medizinisches Cannabis an?

Nein. Der Anbau des Cannabis erfolgt durch Unternehmen, die bei europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt und von der Cannabisagentur beauftragt wurden. Auch werden die geernteten Cannabisblüten nicht dorthin transportiert, nicht dort gelagert und auch nicht von dort aus weiterverteilt. Dies geschieht oft auf direkterem Wege von Herstellern zu Apotheken.

Status und Relevanz

Gemäß dem Einheits-Übereinkommen über Suchtstoffe der Vereinten Nationen muss ein Mitgliedstaat (Deutschland ist so einer) eine staatliche Stelle einrichten oder benennen, wenn dort Cannabis zu nicht-industriellen Zwecken (Nutzhanf) angebaut wird. Zu so einer Stelle sagt man dann auf Deutsch „Cannabisagentur“.

Die Cannabisagentur agiert als eigenständige Einrichtung unter der Aufsicht des BfArM. Sie ist somit direkt dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt. Ihre Relevanz ergibt sich aus der Notwendigkeit, die Versorgung von Patient:innen, bei denen medizinisches Cannabis als Therapieoption in Betracht kommt, sicherzustellen. Die Arbeit der Cannabisagentur soll sicherstellen, dass die eingesetzten Produkte den Qualitätsstandards entsprechen und die Patient:innen eine zuverlässiges und effektives Arzneimittel erhalten.

Zusammenarbeit mit Anbauern von medizinischem Cannabis

Die Cannabisagentur arbeitet eng mit Anbauern von medizinischem Cannabis in Deutschland zusammen. Diese Anbauer müssen strenge Anforderungen erfüllen, um eine Genehmigung zur Produktion zu erhalten. Die Agentur überwacht den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung der Pflanzen, um sicherzustellen, dass alle Standards eingehalten werden. Durch diese enge Zusammenarbeit stellt man sicher, dass medizinisches Cannabis aus Deutschland den geforderten pharmazeutischen Standards entspricht.

 

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Quellen:

https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis-als-Medizin/Cannabisagentur/_node.html